Prof. Bergmann über die Zukunft der Arbeit

 

Frithjof Bergmann

Philosoph, geboren 1930 in Hallstadt. Frithjof bedeutet Friedensjäger auf Norwegisch, ausgesprochen: Frid-jof, in Hallstadt bzw. Österreich wurde er oft Friedhof genannt. 1949 gewann er mit einem Aufsatz zur “Welt, in der wir leben wollen” ein Studienjahr in Oregon, der Wettbewerb wurde von der österreichischen US-Botschaft ausgeschrieben.

Später blieb er in Amerika, studierte Philosophie in Princeton und übte verschiedene Tätigkeiten aus, unter anderem arbeitete er als Tellerwäscher, Preisboxer, Fließband- und Hafenarbeiter. 1955, mit nur 24 Jahren, unterrichtete er in Princeton Philosophie. Er referierte unter anderem über Existenzialismus (Hegel, Sartre, Camus), und das stets vor ausgesprochen verwöhnten Studentinnen und Studenten. Diese Tätigkeit empfand er bald als frustrierend und sinnlos.

Ein Jahr später zog er sich als Aussteiger zurück und lebte einige Zeit als Selbstversorger in einer Waldhütte. Damit folgte er dem Beispiel des amerikanischen Philosophen Henry David Thoreau (1817 – 1862), der ebenfalls zwei Jahr im Wald lebte und darüber ein Buch schrieb, “Walden”. Über diese Zeit sagt Frithjof Bergmann, dass diese Art zu leben – alleine, selbständig und selbstverantwortlich – nicht Freiheit, sondern Seelensklaverei wäre.

Seit 1978 unterrichtet er Philosophie an der University of Michigan, 1984 gründet er das erste „Zentrum für Neue Arbeit“ in Michigan. Frithjof Bergmann ist der Begründer der so genannten New York Bewegung. Er beschäftigt sich mit Alternativen zum gängigen Lohnarbeitsmodell.

Quellen:

Posted on 1st Juni 2011
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Warum facebook & Co. mit Vorsicht zu genießen sind

Artikel für ein Jugendmagazin:

Wie interessant ist eine Person, von der man alles weiß, alles kennt? Sind es nicht die Ge-heimnisse, die uns als Menschen ausmachen? Wer auf facebook und Co alles von sich preisgibt, macht sich durchsichtig, er wird zum “gläsernen Menschen”. Das bedeutet, dass man alle Informationen über ihn hat. Man kann in ihm lesen wie in einem offenen Buch. Aber nicht nur Freundinnen und Freunde können diese Information erhalten. Auch die gesamte Öffentlichkeit – wie zum Beispiel staatliche Einrichtungen oder Unternehmen – haben Zugang. Das kann zum Problem werden, wenn man einen Job sucht, und die Dame oder der Herr im Personalbüro haben sich bereits via Internet informiert. Noch bevor man beim Vorstellungsgespräch die Bürotür betritt, haben sich die Personalverantwortlichen bereits – oft im wahrsten Sinn des Wortes – ein Bild gemacht. Und das Gefährliche daran: Die Informationen sind im World Wide Web dauerhaft gespeichert.

Andrea schreibt Peter ein SMS: “Mir geht es gut”. Aber geht es ihr wirklich gut. Wenn Men-schen miteinander kommunizieren, können sie zwar vieles schreiben, aber entspricht das auch der Wahrheit? Redet Peter persönlich mit Andrea, dann merkt er gleich: Macht sie überhaupt einen zufriedenen Eindruck, schaut sie traurig, wie ist ihre Körperhaltung – aufrecht oder ge-bückt? Es spielt sich viel mehr im non-verbalen (nichtsprachlichen) Bereich ab, als wir oft glauben. Wenn die Kommunikation nur mehr via Mobiltelefon oder Internet stattfindet und wir persönliche Gespräche vernachlässigen, verlernen wir, zwischen den Zeilen zu lesen. Jede und jeder muss sich fragen: Ist es besser, mit zehn Leuten gleichzeitig zu kommunizieren, oder sich auf eine gute Freundin bzw. einen guten Freund zu konzentrieren. Sind die Gespräche dann nicht viel besser – und die Freundschaft intensiver? Und außerdem: Ist es wirklich notwendig, ständig für alle erreichbar zu sein?

Facebook und Co gehören zum Leben wie Schuhe, Uhren und Fernseher. Das Internet ist zu einem wichtigen Teil unseres Lebens geworden. Die Frage ist bestimmt nicht, ob man es nut-zen soll oder nicht. Man soll, wenn man will. Viel wichtiger ist, sich immer der Risiken und Gefahren bewusst zu sein und sich auch seine eigenen Gedanken zu diesem Thema zu machen.

Posted on 24th Mai 2011
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Posted on 3rd Mai 2011
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Integration im Fussball: Deuschland, Schweiz und Österreich im Vergleich

Sieht man über die Grenzen Österreichs hinweg, zum Beispiel nach Deutschland oder Schweiz, dann ist dort grundsätzlich eine größere Bereitschaft zu erkennen, sich mit Integrationsthemen auseinanderzusetzen.

Vor allem der Deutsche Fußballbund (DFB) sieht das als Schlüsselaufgabe und investiert viel Zeit und Geld in die Integration. “Wir wollen die wirtschaftliche Stärke des Fußballs nutzen, um die gemeinnützige Basis zu stärken”, sagt der amtierende DFB-Präsident Theo Zwanziger: “denn der Fußball ist ein wichtiger gesellschaftlicher Integrationsmotor. Die große Wirkung entfachen in erster Linie nicht Projekte, sondern das, was an der Basis geschieht. Für eine kluge Integrationsstrategie braucht man den Sport” (DFB, 2009, http://www.dfb.de/index.php?id=508824). An vielen Stellen auf der Homepage und in zahlreichen Broschüren des DFB wird immer wieder das Thema Integration behandelt (z. B. auch http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=509199), während man in den Medien des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) oft vergeblich danach sucht. Immerhin besteht die deutschte Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft 2010 den dritten Platz belegte, zum Großteil aus Spielern mit Migrationshintergrund, Özil, Podolski, Khedira oder Boateng sind nur einige davon. Read the rest of this entry »

Posted on 22nd September 2010
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Fußball ohne Kinder – ein Ausblick

Immer wieder wird erwähnt, Österreich würden in Zukunft die Kinder ausgehen. Viele Vereine bilden inzwischen schon Spielgemeinschaften, um spielfähige Mannschaften für die Meisterschaft stellen zu können.

Die Trennung von Arbeitswelt und Familienleben, eine neue Einstellung zur mütterlichen Erwerbstätigkeit und die Möglichkeiten der Geburtenkontrolle haben ebenfalls zu einem wesentlichen Wandel in der Einstellung zum eigenen Nachwuchs geführt (vgl. Busch in: Bumsenberger, 2001, S. 19).

Allgemein ist ein Rückgang der Anzahl der Kinder pro Familie festzustellen. Der Großteil der Paare tendiert zur Ein- oder Zwei-Kind-Familie. Im Schnitt ergibt das 1,5 Kinder pro Familie. Seit ca. zwei Jahrzehnten liegt in Österreich die Fertilität nun schon bei diesem Durchschnitt (vgl. Statistik Austria, 2009d, S. 37 f.). 2008 kamen durchschnittlich nur mehr 1,4 Kinder pro Frau zur Welt (vgl. Statistik Austria, 2009d, S. 15). Bis 2010 wird ein Verhaaren auf einer durchschnittlichen Fertilitätsrate von 1,4 prognostiziert, bis 2030 sollte sie aber wieder auf 1,5 ansteigen (vgl. Statistik Austria, 2009d, S. 38). Read the rest of this entry »

Posted on 13th September 2010
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